Twitblogging on the Interscape (© Jon Stewart)
29 Mai
Immer wenn ich Kontakt mit britischen oder amerikanischen Menschen hatte war ich etwas konsterniert, wie ausdauernd sie viele Dinge loben und bewundern konnten. Wenn man gemeinsam über Aufgaben oder Ergebnisse sprach, rutschte Ihnen ständig ein splendid! oder great! über die Lippen. Das kannte ich von uns Deutschen nicht. Zumindest nicht so.
Trotzdem fand ich es irgendwie nett und habe es mir angewöhnt. Und es überrascht mich immer wieder, was für positive Reaktionen man im Arbeitsumfeld bekommt, wenn man sich in Besprechungen oder Telefonaten mal für etwas bedankt oder eine Leistung honoriert, auch wenn diese vielleicht selbstverständlich ist.
In diesem Sinne: Seid netter zueinander!
7 Mai
XING entwickelt mit SCRUM. Ich habe agile Methoden als interessante und sehr flexible Arbeitsweise kennengelernt. Damals habe ich die Möglichkeit genutzt das Thema auch gleich in einer Hausarbeit zu verwursten. Falls sich jemand eine Alternative zum starren Wasserfallmodell oder Rational Unified Process sucht, insbesondere für kleinere Teams, dem sei SCRUM ans Herz gelegt. SCRUM muss übrigens nicht zwingend zur Softwareentwicklung genutzt werden: Jede Art von Projektarbeit ist mit ein paar Modifikationen damit abzuwickeln. Wer unkompliziert und kompakt ins Thema einsteigen will, kann sich die Hausarbeit mal ansehen. Sie bietet in den Quellen auch Hinweise zu weiterführender Literatur.
5 Mai
Oft überlegt man e ich abends beim nach Hause gondeln, was ich denn den ganzen Tag so geschafft habe. Die Resultate sind sehr unterschiedlich. Manchmal kommt dabei eine ganz schöne Liste herum, an anderen Tagen manchmal nur ein oder zwei Dinge. Wenn die Liste besonders kurz ausfällt, dann beschleicht mich diese seltsame Mischung aus Ärger (über die Gründe und Hindernisse) und schlechtem Gewissen (“Warst du zu langsam oder faul?”).
Eine wichtige Erkenntnis, die mir erst sehr spät gekommen ist: Auch Vorbereitung ist “Arbeit”. Manchmal verbringt man Stunden vor einer einzelnen Zeile Code, einem Fehler oder einer Planung und verändert absolut nichts daran. Sich diese Grübelei als Arbeit anzuerkennen fällt mir immer wieder aufs neue schwer. Woran liegt das?
7 Mai
Der Schlüssel zu einem sicheren Auftreten ist in der Erkenntnis verborgen, dass alle anderen es auch nicht besser wissen als man selbst.
Und weil ich nicht nur einen Satz schreiben will: Dringender Lesetipp!